Wachstumsfinanzierungen im Bereich Cybersecurity

Pride Capital unterstützt seit August 2019 Link11, einen innovativen Anbieter von Software zur DDoS-Protection, sicherem DNS, Bot-Mitigation und Web-Application-Firewalls, mit einer Wachstumsfinanzierung. Link11 wurde 2005 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main, Deutschland. Rund 50 engagierte Mitarbeiter arbeiten für den DDoS-Spezialisten. Das Management von Link11 nutzt unser Mezzanine-Darlehen, um international zu wachsen und in andere europäische Länder zu expandieren. In diesem Artikel teilt das Team von Pride Capital seine dabei gewonnen Einsichten aus einem disruptiven Markt.

Der Markt für Cybersicherheitslösungen

Der Markt für Cybersicherheitslösungen ist attraktiv und wächst ständig. Unternehmen erkennen zunehmend, dass ein Mangel an angemessenem Schutz die Geschäftskontinuität ernsthaft beeinträchtigen kann. Anbieter von DDoS-Schutz zeichnen sich typischerweise durch ein wiederkehrendes und sehr profitables Geschäftsmodell aus, das Unternehmen wie Link11 bereits in einem sehr frühen Stadium den Zugang zu Fremdfinanzierungsmöglichkeiten ermöglicht.

Die prognostizierte rasche Zunahme der Anzahl der vernetzten Geräte wird die Bedeutung einer effektiven DDoS-Abwehr erhöhen. Die Anzahl der Geräte wird von derzeit ca. 8 Milliarden Geräten auf über 28 Milliarden im Jahr 2022 steigen (Quelle: Cisco VNI Global IP Traffic Forecast, 2017 – 2022). Auch die Verkäufe von DDoS-Software werden voraussichtlich rasch wachsen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 14% zwischen 2019 und 2024.

Der Ausgangspunkt von Link11

Link11 hat eine Cloud-Sicherheitsplattform entwickelt, die Unternehmen aller Größen und Branchen vor böswilligen Anwendungs- und Website-Überlastungsangriffen schützt. Selbst die kleinste Unterbrechung von geschäftskritischen Anwendungen oder Diensten aufgrund von Cyber-Angriffen kostet Unternehmen nicht nur Zeit, Nerven und bares Geld, sondern auch Vertrauen und Reputation. Die skalierbare Plattform von Link11, die solche Angriffe blockiert, wird in einem wiederkehrenden Software-as-a-Service (SaaS)-Modell vermarktet. Die Kunden reichen von Finanzinstituten bis hin zu Logistik- und E-Commerce-Unternehmen und sind meist in Europa ansässig.

Die Intensität und Anzahl komplexer Multi-Vektor-DDoS-Angriffe hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und stellt nicht nur für E-Commerce-Unternehmen eine große Herausforderung dar. Prominente Beispiele waren GitHub im Jahr 2018, die britische National Lottery im Jahr 2017 oder ein Kunde von Cloudflare im Jahr 2014. Ziel der Angriffe ist es nicht mehr, Homepages komplett lahmzulegen, sondern auch über „Hintertüren“ Zugang zu sensiblen Kunden- oder Firmeninformationen zu erhalten.

Public Cloud und Link11

Der aktuelle Trend zum Umstieg auf die Cloud schafft für viele Unternehmen eine spürbare Steigerung der Flexibilität und Agilität, so dass Anwendungen ohne Änderungen vor Ort aus der Ferne genutzt werden können. Die meisten großen Cloud-Anbieter (z.B. AWS, Deutsche Telekom, etc.) bieten eine integrierte Softwarelösung zum Schutz der Cloud-Infrastruktur und der Business Continuity ihrer Kunden an. Diese Sicherheitsschicht ist „hardware-agnostisch“ und erfordert keine technischen Änderungen auf Kundenseite für die Verbindung. Das Sicherheitsmanagement der IT-Infrastruktur ist somit in die Cloud ausgelagert. Dies wird von vielen Unternehmen als eine sehr kosteneffiziente Möglichkeit zum Schutz vor DDoS-Angriffen wahrgenommen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ohne sicherheitskritische Informationen.

Im Oktober 2019 führte diese Auffassung jedoch zu einem Schaden von mehr als 100 Millionen Dollar, als AWS teilweise mehrere Stunden nicht verfügbar war und Kunden ihre Geschäftsanwendungen nicht ausführen konnten. Neben der vollständigen oder teilweisen Auslagerung der eigenen Infrastruktur in die Cloud bieten Sicherheitssoftwareanbieter wie Link11 Unternehmen eine zusätzliche Sicherheitsschicht mit einem höheren Grad an Individualisierung der DDoS-Schutzmaßnahmen. Mit seiner „Security Cloud“ kann sich Link11 vor der Infrastruktur des Kunden positionieren und so DDoS-Angriffe abwehren, ohne die bestehende Infrastruktur zu verändern. Die Latenzzeit des Kunden wird kaum beeinflusst. Die Nachfrage nach solchen Lösungen wird weiterwachsen, da Unternehmen ihre eigenen IoT-Umgebungen und Netzwerke aufbauen. Allerdings sind Dedizierte Lösungen in der Regel teurer als in der Public Cloud integrierte Lösungen, Unternehmen sehen sich daher einem Trade-Off zwischen Kosten und Schutz gegenüber. Deshalb müssen Unternehmen ihr eigenes Risiko und ihre Anfälligkeit für komplexe DDoS-Angriffe sorgfältig analysieren, um eine fundierte Entscheidung über das optimale Niveau des DDoS-Schutzes treffen zu können.

Im Vergleich zu den Wettbewerbern bietet Link11 einen patentierten „KI-Schild“ an, der Veränderungen in den Angriffsmustern erkennt und Filter anpasst. Dieses technische Alleinstellungsmerkmal führt zu einer zuverlässigen Identifizierung von Bedrohungen, ohne dass der Kunde dies im Tagesgeschäft bemerkt. Bei anderen Anbietern ist der manuelle Aufwand in der Regel etwas höher, was zu einer geringeren Skalierbarkeit führt.

Pride Capital und Link11

Link11 hat ein Mezzanine-Darlehen von Pride Capital Partners zur Finanzierung der nationalen und internationalen Wachstumsstrategie erhalten. Das Mezzanine-Darlehen weist einige Merkmale von Eigenkapital auf und bietet daher viele der Vorteile einer traditionellen Minderheitsbeteiligung, ohne jedoch die Aktionärsstruktur oder die Governance zu verändern. Aufgrund des langjährigen Fokus von Pride Capital auf das Software-Segment bietet die Kooperation einen zusätzlichen strategischen Mehrwert, beispielsweise bei der Generierung neuer Leads oder Markteintrittsstrategien.

Link11 hat bereits mit dem Internationalisierungsprozess begonnen und lokale Vertreter in den Niederlanden, Großbritannien und den nordischen Ländern eingestellt. Pride Capital positioniert sich als Sparringspartner, der dabei hilft, organische und anorganische Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren.

Pride Capital finanziert Unternehmen im Software-Sektor in Wachstums-, Akquisitions– und Management-Buy-Out-Transaktionen.

Sind Sie daran interessiert, mehr über Link11 und unsere Ansichten zu Cybersecurity zu erfahren oder wie wir Ihr Unternehmen unterstützen können?
Sprechen Sie uns einfach an!

Philipp Urbach: philipp@pridecapital.de, +49 221 42914252
Marco Gollman: marco@pridecapital.de, +49 221 42914253

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